Are the Russians coming? Zustands- und Kausalanalyse der dyadischen außenpolitischen Beziehungen zwischen dem postsowjeti-schen Russland und den Staaten Lateinamerikas

Übergeordnete Einrichtungen


Projektdetails

Projektleiter
Zinecker, Heidrun (Prof. Dr.)
Finanzierung
Haushaltsmittel (TG51, Overhead)
Weiterführung
ja

„It's time to start worrying about what Russia's been up to in Latin America“, „Russia's growing presence in Latin America is cause of worry for U.S. and its allies“, „In Latin America, Russia and China Push New World Order“ – dies sind nur drei headlines westlicher Medien neuen Datums. War Lateinamerika für die Sowjetunion und anfangs auch für das postsowjetische Russland ein zweit-, ja drittrangiges außenpolitisches Terrain, hat sich das nun geändert. Spätestens seit den EU-Sanktionen nach der Krim- und Ukrainekrise sucht Russland außenpolitische Kompensation, auch und gerade in Lateinamerika. Aber ist das – diese Lückenbüßerfunktion – alles? Erklärt sie allein die Intensivierung der bilateralen Beziehungen, zumal doch die Beziehungen gegenseitige sind, aber die westlichen Sanktionen Russland allein betreffen? Oder geht es dabei um mehr: um sich verstetigende Machtrivalitäten in einem aufgrund von Transition zur Multipolarität neuen, aber immer noch bestehenden Westfälischen Staaten-System – um Machtrivalitäten, in denen Russland und Lateinamerika ähnliche bzw. kompatible Interessen besitzen und in deren Austragungsmodus sie sich als potentielle neue Polaspiranten zusammenschließen? Im Projekt soll für Russland und für die Länder Lateinamerikas herausgefunden werden, in welchem Verhältnis innerhalb eines größeren Ursachenkomplexes jeweils, d.h. für beide Regionen, das Interesse an unmittelbarer ökonomischer, militärischer oder politischer Nutzenmaximierung als Kompensation für Verluste durch die Isolation anderer Staaten einerseits und das an einem beständig-kontinuierlichen, in seinen Ergebnissen beständigen Wandel der Weltordnung andererseits zueinander stehen. Was davon ist das Entscheidende? Die Forschungsfrage lautet also, worin die Ursachen für die Intensivierung der bilateralen Außenpolitik zwischen Russland und Lateinamerika bestehen und welches Gewicht darin Autonomie- und Weltordnungsambitionen besitzen. haushaltsfinanziert, Drittmittelantrag DFG eingereicht


letzte Änderung: 26.07.2012

Kontakt

Internationale Beziehungen
Zinecker, Heidrun (Prof. Dr.)
Beethovenstraße 15
04107 Leipzig
Telefon: +49 341 97-35631
Fax: +49 341 97-35619
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