Remittances und transnationale moral economy. El Salvador, Togo und Philippinen im Vergleich

Übergeordnete Einrichtungen


Projektdetails

Projektleiter
Zinecker, Heidrun (Prof. Dr.)
Mitarbeiter
Hannes Warnecke
Finanzierung
DFG Deutsche Forschungsgemeinschaft
Weiterführung
ja

Das TP untersucht Entstehung und Charakter von Wirtschaftsräumen, die maßgeblich durch remittances beeinflusst sind. Ausgangspunkt ist ein bisher noch nicht als räumliches Dilemma erkanntes Phänomen: Für die Sicherstellung regelmäßiger Geldflüsse zwischen Migranten und deren Familien im Heimatland transnationalisieren sich vormals national organisierte Wirtschaftsräume im Globalen Süden. Zugleich müssen jedoch lokale Zugriffsmöglichkeiten auf remittances mobilisiert werden. Aus diesem Dilemma erwachsen Moralökonomien zwischen Migranten und deren Heimatfamilien, die lokale, translokale und transnationale Handlungsebenen miteinander verbinden. Eine wichtige Neuheit des TP besteht darin, diese Moralökonomien als Arenen der Aushandlung eines neuen Wirtschaftsraumes zu konzeptualisieren, in dem von Migranten und ihren Heimatfamilien, dann aber auch von weiteren Akteuren (u. a. Banken, Regierungen, hometown associations) verhandelt wird, ob, wann, wieviel, und wohin remittances gesendet werden. Es wird untersucht, wie sich politisches, wirtschaftliches und kulturelles Handeln in diesen Arenen verschränkt und welche Effekte dies für die Schaffung dann transnationaler Wirtschaftsräume mit sich bringt. Das TP will damit zeigen, dass diese transnationalen Wirtschaftsräume (1) netzwerkartig organisiert sind und sowohl in den Sende- als auch in den Empfängergesellschaften die Orte der remittances verknüpfen, dass damit (2) hergebrachte Verräumlichungsmuster bisher national organisierter peripherer Ökonomien überwunden werden und dass in diesen transnationalen Wirtschaftsräumen (3) räumliche Spannungen angelegt sind, aus denen neue Asymmetrien und Grenzziehungen erwachsen. Diese Neuverräumlichung und die ihr innewohnende Spannung untersucht das TP anhand von Fallstudien zu „El Salvador – USA“, „Togo – Frankreich“ sowie „Philippinen – USA“. In den Empfängergesellschaften prägen die remittances ein qualitativ neues Entwicklungsmodell. Offizieller Projektbeginn: 01.01.2016


letzte Änderung: 26.07.2012

Kontakt

Institut für Politikwissenschaft
Lorenz, Astrid (Prof. Dr.)
Beethovenstraße 15
04107 Leipzig
Telefon: +49 341 97-35610
Fax: +49 341 97-35619
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