Maras als Produzenten translokaler Gewalträume in den Amerikas und Europa

Übergeordnete Einrichtungen


Projektdetails

Projektleiter
Zinecker, Heidrun (Prof. Dr.)
Finanzierung
DFG Deutsche Forschungsgemeinschaft
Weiterführung
ja

Maras sind eine mit El Salvador, Honduras und Guatemala sowie den USA assoziierte Form besonders brutaler Jugendgangs. Das TP will zeigen, wie Maras Raum produzieren und es analysiert, wie sich Maras in den Amerikas (Kanada, Mexiko, Chile, Peru, Argentinien) und in Europa (Spanien, Italien, Großbritannien) verbreiten bzw. warum Anrainerstaaten (Costa Rica, Nicaragua, Belize, Panama, Kolumbien, Peru bzw. Portugal, Frankreich und Deutschland) frei von den Maras geblieben sind. Es handelt sich um eine Akteursgruppe, die (anders als etwa Guerillas) nicht aus einem genuinen Raum-Interesse, handelt sondern deren Raumformate Beiprodukt des Verfolgens anderer Interessen sind. Die Untersuchung der Verräumlichungspraxis der Maras zielt auf die Ermittlung des von ihnen privilegierten Raumformats. Angenommen wird: Die Mareros erzeugen durch ihre Migrationen zwischen verschiedenen Standorten einen transnational aufgespannten Raum. Dieser „äußere“ Raum der Maras ist translokal. Daneben spielt aber ein „innerer“ Raum für die Maras eine zentrale Rolle, er ist innerhalb der „mitwandernden“ Diaspora-Gemeinschaft verortet und verspricht Schutz, Heimat und Zugehörigkeit. Die Theorieleistung des TP besteht erstens darin, die in der Literatur bestehende Lücke zwischen raumproduzierendem Akteurshandeln und dabei erzeugtem Raum – von Interessen über Flow und Control – durch process tracing zu schließen. Zweitens gilt es, die empirische Beobachtung der Raumproduktion der Maras mit der theoretischen Literatur zu Gewalträumen abzugleichen. Dies geschieht, indem das TP, anders als es in jener Gewaltraum- wie auch Globalisierungs-Literatur favorisiert wird, sowohl De- und Re-Terrritorialisierung als auch Fluss und Raum miteinander verbindet. Offizieller Projektbeginn: 01.01.2016


letzte Änderung: 26.07.2012

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Institut für Politikwissenschaft
Lorenz, Astrid (Prof. Dr.)
Beethovenstraße 15
04107 Leipzig
Telefon: +49 341 97-35610
Fax: +49 341 97-35619
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