Effekte der motorischen Aufgabenschwierigkeit und Expertise auf die zerebrale Oxygenierung – Eine kinematografische und nahinfrarotspektroskopische Untersuchung mit Jonglageexperten

Übergeordnete Einrichtungen


Projektdetails

Projektleiter
Carius, Daniel (Dr.)
Mitarbeiter
Dr. Martina Clauß
Finanzierung
.
Weiterführung
ja

Im Fokus der vorliegenden fNIRS-Studie stand die Erfassung transienter kortikal-hämodynamischer Modifizierungen während der Ausführung einer großräumigen, extern validen sportmotorischen Handlung, der Balljonglage. Die mittels fNIRS objektivierbare Gewebeoxygenierung stellte im Rahmen des Mechanismus der neurovaskulären Kopplung einen indirekten Indikator der kortikalen Hirnaktivität dar. Das Ziel der Studie lag im Aufklären aufgabenbezogener Unterschiede der zerebralen Oxygenierung. Sicher beherrschte Jonglagemuster sind mit einer vergleichsweise geringen aufgabenbezogenen Zunahme von oxy-Hb assoziiert. Komplexe, nicht automatisiert beherrschte motorische Handlungen kennzeichnen die höhere aufgabenbezogene Zunahme von oxy-Hb. Hinsichtlich der Höhe der zerebralen Oxygenierung liegt folgende aufgabenbezogene Reihung vor (oxy-Hb): Kontrollbedingung 1Hz = Kontrollbedingung 2Hz = 3-Ball-Kaskade < 2-Ball Jonglage < 5-Ball-Kaskade. Für das quantitative Rating liegen exzellente Übereinstimmungen mit dem Fragebogenrating und dem Expertenrating vor. Für die Höhe der zerebralen Oxygenierung bestehen keine expertisebezogene Effekte. In der vorliegenden Studie wurde erstmals die Modifizierung der zerebralen Oxygenierung während der Ausführung einer komplexen, extern validen sportmotorischen Aufgabe erfasst. Subjektiv wahrgenommene höhere Aufgabenschwierigkeiten sind hypothesenkonform mit einer höheren zerebralen Oxygenierung assoziiert. Die erhobenen kinematischen Parameter ermöglichen Aussagen über den Fertigkeitsstand. Im Gegensatz zu fMRT-Studien, die Korrelationen zwischen der motorischen Expertise und der Hirnstruktur berichten, kann für die vorliegende Stichprobe kein Zusammenhang zwischen der Expertise und den kortikalen hämodynamischen Antwortreaktionen belegt werden.


letzte Änderung: 26.07.2012

Kontakt

Institut für Bewegungs- und Trainingswissenschaft der Sportarten II
Hartmann, Ulrich (Prof. Dr.)
Jahnallee 59
04109 Leipzig
Telefon: +49 341 97-31700
Fax: +49 341 97-31719
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